Sushi direkt vom Laufband nehmen, verschiedene Sorten probieren und den Köchen bei der Zubereitung zuschauen: Running Sushi ist nicht nur eine Mahlzeit, sondern ein kleines kulinarisches Erlebnis. In Berlin ist die Auswahl inzwischen allerdings überschaubar. Viele Restaurants, die online als Running Sushi bezeichnet werden, bieten tatsächlich nur ein gewöhnliches asiatisches Buffet mit einigen Sushi-Sorten an.
Wir zeigen euch deshalb, wo ihr in Berlin noch echtes Running beziehungsweise Kaiten Sushi findet und welche Restaurants alternativ ein All-you-can-eat-Buffet mit Sushi anbieten.
Was bedeutet Running Sushi?
Beim Running Sushi werden kleine Teller mit Maki, Nigiri, Inside-out-Rolls und anderen japanischen Gerichten auf einem Förderband an den Sitzplätzen vorbeigeführt. Ihr nehmt euch einfach die Speisen, die euch ansprechen.
In manchen Restaurants bezahlt ihr einen Festpreis und könnt innerhalb eines bestimmten Zeitraums beliebig viele Teller auswählen. Andere Betriebe rechnen nach Anzahl oder Farbe der verwendeten Teller ab.
Running Sushi wird häufig auch als Kaiten Sushi bezeichnet. Der japanische Begriff beschreibt Restaurants, in denen die Speisen auf einem umlaufenden Förderband an den Gästen vorbeigeführt werden. Vereinzelt kommen statt eines klassischen Laufbandes kleine Boote zum Einsatz, die auf einem Wasserkanal durch das Restaurant fahren.
Wo gibt es Running Sushi in Berlin?
Die folgenden Restaurants bieten nach aktuellem Stand Sushi vom Band, auf einem Rondell oder auf kleinen Booten an.
| Restaurant | Lage | System | Abrechnung | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|
| Mr Hai Shabuki | Olivaer Platz, Charlottenburg | Laufband | Vor dem Besuch erfragen | Offene Küche, moderne Sushi-Kreationen |
| Sachiko Sushi | Savignyplatz, Charlottenburg | Boote im Kanal | Nach Schalenfarbe | Traditionsreiche Sushi-Bar seit 1995 |
| I-KE-SU | Uhlandstraße, Wilmersdorf | Boote im Kanal | Nach Tellern | Vegetarische und vegane Varianten |
| Yakoolza | Potsdamer Platz, Mitte | Laufband | All-you-can-eat | Sushi und kleine warme Speisen |
Mr Hai Shabuki am Olivaer Platz Laufband
Direkt am Olivaer Platz, nur wenige Minuten vom Kurfürstendamm entfernt, könnt ihr Sushi weiterhin auf einem klassischen Laufband genießen. Die kleinen Teller ziehen direkt an den Sitzplätzen vorbei, während ihr durch die offene Küche den Köchen bei der Zubereitung zuschauen könnt.
Neben traditionellen Maki und Nigiri stehen moderne Sushi-Kreationen sowie warme asiatische Gerichte zur Auswahl. Das Mr Hai Shabuki ist bereits seit dem Jahr 2000 an diesem Standort vertreten und eignet sich sowohl für einen schnellen Lunch als auch für einen längeren Sushi-Abend.
Sachiko Sushi am Savignyplatz Boote im Kanal
Eine besonders originelle Variante des Kaiten Sushi erwartet euch in den S-Bahnbögen am Savignyplatz. Statt auf einem gewöhnlichen Förderband fahren die Sushi-Schalen hier auf kleinen Holzbooten durch einen Wasserkanal. Ihr nehmt euch einfach das Gericht, das euch anspricht.
Die 1995 eröffnete Sushi-Bar gehört zu den traditionsreichsten Adressen dieser Art in Berlin. Abgerechnet wird anhand der unterschiedlichen Schalenfarben. Ein klassisches All-you-can-eat-Angebot gibt es bei Sachiko Sushi nicht, dafür steht das besondere Erlebnis mit den vorbeifahrenden Holzbooten im Mittelpunkt.
Da online unterschiedliche Öffnungszeiten veröffentlicht werden, solltet ihr euch vor eurem Besuch direkt beim Restaurant informieren.
I-KE-SU in Berlin-Wilmersdorf Boote im Kanal
Auf kleinen Holzbooten ziehen die frisch zubereiteten Sushi-Gerichte durch einen Wasserkanal an den Sitzplätzen vorbei. Dadurch verbindet sich das Essen mit einem unterhaltsamen Kaiten-Erlebnis, bei dem ihr spontan auswählen könnt, worauf ihr gerade Appetit habt.
Zur Auswahl gehören unterschiedliche Maki, Nigiri und Spezialrollen sowie vegetarische und vegane Varianten. Die Abrechnung erfolgt grundsätzlich nach Tellern. Zur Mittagszeit werden außerdem besondere Kombinationen mit Misosuppe und grünem Tee angeboten. Sonntags und an Feiertagen gelten spezielle Tellerpreise.
Das I-KE-SU befindet sich in der Uhlandstraße im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf.
Da Preise und Sonderangebote kurzfristig geändert werden können, lohnt sich vor eurem Besuch ein Blick auf die aktuelle Angebotsseite.
Yakoolza in Berlin-Mitte Laufband
Nur wenige Gehminuten vom Potsdamer Platz entfernt könnt ihr Running Sushi mit moderner asiatischer Küche kombinieren. Auf dem Band findet ihr klassische Sushi-Sorten, kreative Rollen und kleine warme Speisen. Zusätzlich stehen verschiedene Reis-, Nudel- und Currygerichte auf der Speisekarte.
Aktuell wird ein All-you-can-eat-Angebot von 12:00 bis 23:00 Uhr für 26,90 Euro pro Person beworben. Durch die zentrale Lage eignet sich das Yakoolza gut für eine Mittagspause oder als kulinarischer Zwischenstopp während einer Besichtigungstour durch Berlin-Mitte.
Running Sushi oder Sushi-Buffet: Wo liegt der Unterschied?
Running Sushi und All you can eat werden häufig gleichgesetzt. Tatsächlich beschreiben die beiden Begriffe unterschiedliche Dinge.
Running Sushi bezeichnet zunächst die Art, wie das Essen präsentiert wird. Die Speisen fahren auf einem Band oder in kleinen Booten an den Gästen vorbei. Ob ihr anschließend jeden Teller einzeln oder einen festen Gesamtpreis bezahlt, hängt vom jeweiligen Restaurant ab.
All you can eat beschreibt dagegen das Preismodell. Ihr bezahlt einen festgelegten Betrag und dürft innerhalb eines bestimmten Zeitraums so viel essen, wie ihr möchtet. Die Gerichte können dabei vom Buffet geholt, am Tisch bestellt oder auf einem Laufband angeboten werden.
All-you-can-eat mit Sushi in Berlin
Wenn euch ein Laufband nicht so wichtig ist, findet ihr in Berlin weitere Restaurants mit Sushi zum Festpreis. Dort ist Sushi meistens Teil eines größeren asiatischen Buffets.
Sakura Restaurant an der Kurfürstenstraße Buffet
Eine breite Auswahl asiatischer Gerichte erwartet euch an der Kurfürstenstraße in der Nähe des Nollendorfplatzes. Zum Buffet gehören unterschiedliche Sushi-Variationen, Salate, Obst, warme Speisen und verschiedene Desserts. Ergänzt wird das Angebot durch Gerichte, die frisch auf heißen Grillplatten zubereitet werden.
Die Preise richten sich nach der Besuchszeit. Während der Happy Hour und Crazy Hour ist das Buffet günstiger, am Abend gilt der Preis der Special Hour. Abhängig von Wochentag und Uhrzeit kostet das Angebot derzeit zwischen 12,90 und 18,90 Euro pro Person.
Beim Sakura handelt es sich nicht um Running Sushi, sondern um ein klassisches asiatisches Selbstbedienungsbuffet.
Yuuka Buffet in Berlin-Mitte Buffet
Mitten in der Friedrichstraße findet ihr ein klassisches asiatisches Selbstbedienungsbuffet. Neben verschiedenen Sushi-Rollen stehen Salate, Suppen, gebackene Vorspeisen, Gemüse, Fleischgerichte und Desserts zur Auswahl.
Die Speisen werden nicht auf einem Laufband serviert. Das Yuuka Buffet sollte daher nicht als Running-Sushi-Restaurant bezeichnet werden. Es eignet sich vielmehr für Gäste, die Sushi mit einer größeren Auswahl warmer asiatischer Speisen kombinieren möchten.
Da derzeit keine eindeutig nachvollziehbare Preisliste auf der Website veröffentlicht wird, solltet ihr die aktuellen Preise und Buffetzeiten direkt beim Restaurant erfragen.
Sushi & Friends in Berlin-Johannisthal Buffet
Ein zeitlich begrenztes Sushi-Angebot zum Festpreis gibt es jeden Montagabend am Sterndamm. Dabei könnt ihr zwischen klassischen Rollen, Nigiri, modernen Sushi-Kreationen und vegetarischen Varianten wählen.
Das All-you-can-eat-Angebot gilt montags von 17:00 bis 22:00 Uhr und kostet aktuell 22,90 Euro für Erwachsene. Laut Restaurant muss dazu mindestens ein Getränk pro Person bestellt werden.
Bei Sushi & Friends werden die Gerichte regulär serviert. Ein Running-Sushi-Band gehört nicht zum Konzept.
Welche Variante passt zu euch?
Welche Form besser zu euch passt, hängt vom gewünschten Restaurantbesuch ab. Beim Running Sushi könnt ihr spontan auswählen, welche vorbeifahrenden Speisen ihr probieren möchtet. Das Konzept ist unterhaltsam und eignet sich besonders für einen Besuch zu zweit oder in einer kleinen Gruppe.
Ein asiatisches Buffet bietet meistens eine größere Auswahl. Neben Sushi stehen häufig Suppen, Salate, gebratene Nudeln, Fleischgerichte, Gemüse, Desserts und teilweise frisch gegrillte Speisen bereit. Dafür fehlt das besondere Erlebnis mit dem Laufband oder den kleinen Booten.
Wenn ihr hauptsächlich Sushi essen und unterschiedliche kleine Portionen ausprobieren möchtet, sind Mr Hai Shabuki, Sachiko Sushi, I-KE-SU und Yakoolza besonders interessant. Für eine größere Auswahl asiatischer Gerichte kommen Sakura, Yuuka Buffet oder Sushi & Friends infrage.
Häufige Fragen zu Running Sushi in Berlin
Was kostet Running Sushi in Berlin?
Einen einheitlichen Preis gibt es nicht. Bei einigen Restaurants wird jede Schale einzeln berechnet. Die Farbe des Tellers zeigt dabei die jeweilige Preisstufe an. Andere Anbieter verlangen einen festen Betrag für ein zeitlich begrenztes All-you-can-eat-Angebot.
Vor allem abends, am Wochenende und an Feiertagen können die Preise höher ausfallen. Teilweise gelten mittags besondere Angebote. Auch Getränke sind bei einem Festpreis häufig nicht enthalten. Informiert euch deshalb am besten vor der Reservierung über die aktuellen Konditionen.
Muss man für Running Sushi reservieren?
Eine Reservierung ist nicht immer vorgeschrieben, aber häufig sinnvoll. Die Plätze direkt am Laufband oder Wasserkanal sind begrenzt. Besonders am Freitagabend, am Wochenende und an Feiertagen können diese schnell belegt sein.
Gebt bei der Reservierung ausdrücklich an, dass ihr einen Platz am Running-Sushi-Band beziehungsweise an den Sushi-Booten möchtet. Ein normaler Tisch garantiert nicht automatisch, dass ihr direkt am Kaiten-System sitzt.
Gibt es vegetarisches Running Sushi?
Die meisten genannten Restaurants bieten auch vegetarische Sushi-Varianten an. Typisch sind Maki mit Avocado, Gurke oder eingelegtem Rettich sowie Nigiri mit Tofu oder japanischem Omelett.
Wie groß die Auswahl auf dem Band tatsächlich ist, kann jedoch je nach Tageszeit variieren. Wenn gerade keine passenden Teller vorbeifahren, könnt ihr häufig direkt beim Personal nach vegetarischen oder veganen Varianten fragen.
Unser Fazit zu Running Sushi in Berlin
Echtes Running Sushi ist in Berlin seltener geworden. Dennoch gibt es weiterhin einige spannende Adressen. Mr Hai Shabuki bietet ein klassisches Band-Konzept, während Sachiko Sushi und I-KE-SU ihre Speisen auf kleinen Booten durch einen Wasserkanal fahren lassen. Yakoolza verbindet Running Sushi mit einem All-you-can-eat-Angebot.
Wer nicht unbedingt ein Förderband benötigt, findet mit Sakura, Yuuka Buffet und Sushi & Friends weitere Möglichkeiten für Sushi zum Festpreis.
Da Restaurants ihre Preise, Öffnungszeiten und Aktionsangebote jederzeit verändern können, empfehlen wir euch, die Angaben vor eurem Besuch noch einmal auf der jeweiligen Restaurantwebsite zu überprüfen.


